Papierrolle und Abschnitt

MATERIALIEN:
SPARSAMER EINSATZ UND RECYCLING

Randbeschnitt aus der Papierpresse für die Wiederverwertung

Ein verantwortungsvoller Umgang mit unserer Umwelt und den natürlichen Ressourcen unseres Planeten: Für uns als Familienunternehmen sowie mit Blick auf die besondere Lage unseres Betriebes im Naturpark Dümmer ist dies ein wichtiges Anliegen und fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Den Einsatz von Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffen möglichst bedarfsgerecht zu gestalten und Materialverluste zu reduzieren.


Wichtigstes Ausgangsmaterial für unsere Geschäftstätigkeit ist der Rohstoff Papier. Gemeinsam mit unseren Kunden prüfen wir laufend, ob sich der Materialeinsatz bei den Verpackungen weiter verringern lässt. Dies lässt sich durch eine geänderte Konstruktion oder teilweise leichtere Papiere erreichen. Des Weiteren führen wir den Produktionsverschnitt an die Papierproduzenten zurück, damit sie es für die Produktion von neuem Wellpappenrohpapier verwenden können.


Neben der eingesetzten Papiermenge berücksichtigen wir auch die Herkunft der eingesetzten Papiere. Bei der Papierbeschaffung achten wir auf die Einhaltung der geltenden Anforderungen an eine legale und verantwortungsvolle Rohstoffherkunft. Unser Unternehmen ist nach dem FSC Chain-of-Custody-Standard FSC-STD-40-004 zertifiziert.


ENERGIE:
EFFIZIENTE NUTZUNG UND EIGENE ERZEUGUNG

Bei der Herstellung und über den Lebenszyklus von Wellpappe entstehen CO₂-Emissionen. Wir arbeiten daran, die damit verbundenen Umweltauswirkungen durch einen effizienten Einsatz von Materialien und Energie zu reduzieren.


Wellpappe kann nach ihrer Nutzung über die Altpapiersammlung erfasst und der stofflichen Verwertung zugeführt werden. Durch den Einsatz von Recyclingmaterial wird der Bedarf an Primärrohstoffen reduziert und die Kreislaufführung von Materialien unterstützt. Dennoch ist die Produktion energieintensiv und unser Energieverbrauch nimmt trotz unserer Effizienz-Maßnahmen mit dem Unternehmenswachstum von Jahr zu Jahr zu.


Damit der Gesamtenergieverbrauch nicht im gleichen Maße zunimmt wie unser Unternehmen wächst, sehen wir es als unsere Aufgabe an, den Energieeinsatz im Verhältnis zur Produktionsleistung zu optimieren. Ansätze zur Verbesserung für die nahe Zukunft sind hierbei u. a. ein koordiniertes Last-, Abschalt- und Leckage-Management sowie Anlagen- und Prozessoptimierungen.


Zurzeit prüfen wir auch die Möglichkeiten, die im Werk benötigten Energien auf fossiler Basis durch regenerative Energien zu ersetzen. Beispiele dafür sind die Gewinnung von Prozesswärme aus Wasserstoff, bei Heizwärme der Einsatz von Wärmepumpen, bei Nutzfahrzeugen alternative Antriebe wie Elektro- oder Wasserstoffantrieb sowie die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2023 haben wir eine Photovoltaik-Anlage in Damme mit einer Größe von 925kwp in Betrieb genommen. Aktuell befinden sich zwei weitere Anlagen (Rieste und Damme) sowie ein Batteriespeicher in Planung.


Seit 2018 betreiben wir ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Es hilft uns, Energieflüsse im Unternehmen besser zu erfassen und die Energieeffizienz von Maschinen, Anlagen, Fahrzeugen und Gebäuden zu bewerten. Die Ergebnisse fließen in ein 2019 eigens zu diesem Zweck eingerichtetes Energieteam, das daraus Maßnahmen zur Verbesserung ableitet, wie z.B. die jährliche Schulung aller Mitarbeitenden zum Energiebewusstsein.

Unser CO2-Fussabdruck

Im Jahr 2021 betrugen die gesamten CO2-Emissionen unseres Unternehmens noch 7.619 Tonnen, während sie im darauffolgendem Jahr 2022 um 17,55 % auf 6.282 Tonnen gesunken sind. Grund für die niedrigen Werte 2022 ist, dass wir erstmalig ausschließlich grünen Strom genutzt haben. 

Zwar stiegen die Emissionen 2023 erneut auf 9.941 Tonnen, allerdings werden wir in diesem und nächstem Jahr wieder ausschließlich erneuerbare Energiequellen für Strom und Gas nutzen. Somit kommen wir unserem Ziel näher, die CO2-Gesamtemissionen zu senken.